Zu den Dingen selbst…

„Erkenntnisleitendes Interesse“ lautete das große Schlagwort der politisch geprägten Auseinandersetzungen an den Universitäten während der Sechziger Jahre. Besonders Politologen, Pädagogen, Psychologen und Soziologen warfen sich damals gegenseitig vor, weniger den Forschungsgegenstand selbst vor Augen zu haben als ein ideologisches Konzept, von dessen Prägung das Forschungsergebnis beeinflusst würde.
Heute gibt es eine wachsende Gruppe, die dem idealen Zustand des Studiums aus reinem „Interesse an den Dingen“ sehr nahe kommt. Die Rede ist natürlich von den Gasthörerinnen und Gasthörern. Befreit vom Druck des Studienkorsetts, der Prüfungsordnung und dem Schielen auf jegliche Anschlussverwertung dürfen sie sich den Dingen selbst widmen.
Jochen Schneider für den AVDS


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