Studiengebühren

AVDS Programm

5. Faire Studiengebühren für Senioren und Gasthörer
Der AVDS wendet sich gegen die Erhöhung der Studiengebühren für Senioren und Gasthörer. So hatte beispielsweise der Senat der Uni München (LMU) Gebühren für Gasthörer und Senioren unabhängig von der Anzahl der belegten Semesterwochenstunden (SWS) pauschal 300 Euro betragen. Jetzt werden die Gebühren wieder nach alter Regelung gestaffelt erhoben.

AVDSWir meinen: Die akademische Bildung von Seniorinnen und Senioren darf nicht zu einer Frage des Geldbeutels werden. Der AVDS engagiert daher für ein bezahlbares Seniorenstudium! Die Staffelung nach belegter Stundenzahl war eine faire und transparente und bewährte Regelung, die den unterschiedlichen Studiengewohnheiten der Studierenden ab 50 entgegen kam. Aus persönlichen wie gesundheitlichen Gründen beschränken sich manche auf den Besuch von nur ein oder zwei Veranstaltungen pro Woche. Es wäre schade, wenn diese Gruppe aus finanziellen Gründen von der Uni fernbliebe.

An allen Universitäten gibt es Einzelvorträge wie fachübergreifende Veranstaltungen, Ringvorlesungen und Führungen, die als Scharnier zwischen Wissenschaft und interessierter Öffentlichkeit funktionieren. Die meisten dieser „Scharnierveranstaltungen“ sind heute noch kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Der AVDS setzt sich für den Erhalt dieser speziellen Veranstaltungsformen ein. Nicht zuletzt leisten sie einen Beitrag dazu, die Wissenschaft aus dem Dasein im Elfenbeinturm zu befreien.

AVDS Programm

1. Einführungsveranstaltung – zu jedem Semsterbeginn
2. Einheitliches Studium – auch für Senioren und Gasthörer
3. Offenes Studium – Gasthörerstudium ohne Abitur
4. Gemeinsames Studium – alle Generationen zusammen
5. Faire Studiengebühren – bezahlbares Senioren- und Gasthörerstudium
6. Gedrucktes Vorlesungsverzeichnis – Vorlesungen und Seminare im Überblick
7. Semesterabschluss – Unikultur für alle
8. Uniranking – Studienbedingungen vergleichen und verbessern


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7 Responses to Studiengebühren

  1. kazi-abul, bashar

    Sehr geehrte Damen & Herren, Als Freiburger Diplom-Volkwirt haette ich gerne gewusst, ob ich mit meinem 58 jahre noch eine Doktorarbeit machen kann? Obwohl ich in Bangladesch bei uni als Associate Professor taetig bin. Mein facebook konto name ist: abulbashar kazi : Bitte lassen sie mich so schnell wie moeglich wissen. Mit freundlichen Gruessen, Bashar

    • Sehr geehrter Herr Kazi-Abul,
      für Promotionen gibt es keine Altersgrenze. Es gilt für sie (wie für alle) die Promotionsordnung der Universität, an der sie promovieren möchten.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Jochen Schneider
      für den AVDS

  2. Die Regelungen der LMU in München – alt und neu – sind noch human im Vergleich zu denen in Niedersachsen, wo Senioren über 60 pro Semester 800 € (plus Verwaltungskostenpauschale) zu zahlen haben bei Gebührenfreiheit für alle anderen (§ 13 Niedersächsisches Hochschulgesetz, bes. Abs. 4).

    • Sehr geehrter Herr Evers,
      da muss ich ihnen leider Recht geben. Aber Lamentieren alleine nützt nichts. Wer die Studienbedingungen verbessern will, muss den AVDS unterstützen.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Jochen Schneider

      • Lieber Herr Schneider,
        leider habe ich Ihren Kommentar gerade erst gefunden – und das auch nur zufällig. Wahrscheinlich haben Sie Recht, deshalb will ich mich über den AVDS informieren. Inzwischen habe ich einen Antrag zu Studiengebühren von Senioren an den FDP Kreisverband Göttingen gestellt, der auf dem kommenden Landesparteitag behandelt werden soll. Mal sehen, was daraus wird.
        Mit freundlichem Gruß,
        Heiko Evers

  3. Joerg Marienhagen

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    im Grunde sind Seniorinnen und Senioren doch an den Universitäten und Hochschulen allenfalls als zahlende Kunden erwünscht. Ernst genommen werden sie doch nur vereinzelt, wenn überhaupt.So zumindest meine Erfahrung als Seniorstudent.
    Vielleicht sollten sich Seniorinnen und Senioren in ihrem Bildungsstreben von diesen Institutionen völlig emanzipieren. Sind Hochschulen und Universitäten die einzigen Lernorte? Was ist mit dem klassischen Selbststudium, den vielen Online- Angeboten im Internet? Und wer das nicht mag: es gab noch nie so viele, so gute Bücher für alle Wissensgebiete vom Anfänger bis zum Experten. Was aber kein Selbststudium ersetzen kann, sind der lebendige Austausch, das Gespräch und der Diskurs. Und dafür kann man einen Stammstisch lernbegeisterter Seniorinnen und Senioren gründen, einen Club oder Salon, was auch immer. Also: neue Wege des Lernens suchen und alte Wege wieder entdecken statt sich in überfüllten Hörsälen müde belächeln zu lassen. Wie wäre das?
    Viele Grüße
    Jörg Marienhagen

    • Sehr geehrter Herr Marienhagen,
      pauschal kann ich ihre Feststellung nicht nachvollziehen. Es kommt aber immer darauf an, an welcher Universität man studieren möchte, und was genau. Wenn sie zum Beispiel Latein oder Altgriechisch lernen möchten, sind sie auch als Gasthörer an den Universitäten voll akzeptiert. Daneben gibt es neue Wege von privaten Anbietern, die sich natürlich finanzieren müssen. Und da ist es wirklich viele „Pflänzchen“, sie sich lohnen. Nehmen sie mal die Möglichkeit, als 50plus-Laie an einer archäologischen Grabung teilzunehmen. Die Möglichkeiten von Senioren werden vielfältiger, und das ist begrüßenswert, solange das Basisangebot erhalten bleibt. Wir vom AVDS setzen uns dafür ein.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Jochen Schneider für den AVDS.

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