Bachelor

Bachelorstudium für Senioren
Senioren mit Abitur oder einem gleichwertigen anerkannten Abschluss können auch ein Bachelorstudium aufnehmen. Für Senioren im Bachelorstudium gelten die gleichen fachspezifischen Zulassungsvoraussetzungen, Studien- und Prüfungsordnungen wie für alle Studentinnen und Studenten. Der Bachelorabschluss ist Voraussetzung für das Masterstudium.

Bachelor statt Diplom und Magister
Bachelor und Master haben die alten Abschlüsse (Diplom und Magister) ersetzt.
Die Umsetzung ist an den deutschen Universitäten nun fast komplett abgeschlossen. Lediglich für den Bereich der Studiengänge mit Staatsexamina (Jura und Medizin), die für Senioren und Gasthörer kaum interessant sind, werden noch Abschlüsse jenseits von Bachelor und Master angeboten. Auch die meisten Lehramtsstudiengänge wurden schon auf Bachelor und Master umstrukturiert.
Im Unterschied zum alten System kann mit dem Bachelor bereits nach 6-8 Semestern ein vollwertiger akademischer Abschluss erworben werden. Dies freilich zu Lasten der Flexibilität des Studiums. Das Bachelorstudium schreibt ein relativ starres „modulares System“ von Pflichtveranstaltungen vor, das die akademischen Freiheiten beschränkt.

13 Responses to Bachelor

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich bin 51 Jahre alt, seit langem selbstständig, habe Abitur aber keine abgeschlossene, staatlich anerkannte Berufsausbildung. Ich suche eine Möglichkeit mich beruflich weiter zu entwickeln und möchte einen staatlichen Abschluss machen. Mich interessieren die Themen Gesundheit, Psychologie/ Psychotherapie, Kommunikation und Bewegung.
    Gibt es bei Ihnen eine Möglichkeit, sich über Studiengänge, Ausbildungen und Finazierungsmöglichkeiten beraten zu lassen?
    Über eine Antwort würde ich mich freuen, Annette Del Olmo H.

  2. Sehr geehrte Frau Del Olmo Hernandez,
    da kommen ja doch einige Fragen zusammen…
    Um den Dschungel mal etwas zu lichten:
    Sie haben natürlich die Möglichkeit, Psychologie regulär zu studieren. Bitte beachten Sie dabei, dass Psychologie mit einem NC belegt ist. Falls Sie danach eine therapeutische Tätigkeit ausüben möchten, ist eine anschließende therapeutische Ausbildung notwendig. Andererseits gibt es die Möglichkeit, bestimmte Therapien nach dem Heilpraktikergesetz auszuführen – mit oder ohne vorherigem Psychologiestudium.

  3. Ich,bin über 50 (habe kein Abi aber einen ordentlichen Lehrberuf mit 25 jähriger Berufserfahrung) und möchte trotzden ein ordentliches BWL Studium aufnehmen.
    Wie kann ich mich einschreiben, welche Anerkennungen benötige ich?

    Gruß Thomas

    • Sehr geehrter Herr Apostel,
      in einigen Bundesländern gibt es dieses Auswahlkriterium:
      „Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung in einem Berufsfeld mit fachlicher Nähe zum Studienfach“.
      In welchem Bundesland möchten Sie denn studieren?

      Mit freundlichen Grüßen,
      Jochen Schneider für den AVDS

  4. – > Bachelorstudium für Senioren: Philosophie
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ist es grundsätzlich möglich, mit Abitur und Hochschulexamen
    (Uni Hamburg 1977) das oben genannte Studium entweder im April oder im Oktober zu beginnen? Über Kenntnisse in Griechisch und Latein verfüge ich leider nicht. Für Ihre Antwort bedanke ich mich im voraus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dieter Schubin

    • Sehr geehrter Herr Schubin,
      das Abitur verfällt ja nicht, natürlich geht das!
      Dann zu den Sprachen:
      An den meisten Unis ist das Latinum für den Masterstudiengang Voraussetzung, das Graecum nicht. Hier genau nachfragen!

      Wenn sie ganz entspannt vorgehen wollen, machen sie es so: Sie belegen als Gasthörer Latinumskurse. Danach legen sie eine staatliche Abiturergänzungsprüfung ab. Mit dem Latinum in der Tasche schreiben sie sich für das ganz normale Bachelorstudium Philsosophie ein.
      Das Wort Latinum können sie jetzt mit Graecum ersetzen – es funktioniert ebenso.
      Aber das Graecum ist erheblich anspruchsvoller.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Jochen Schneider für den AVDS

  5. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich bin jetzt 42 Jahre alt und Mutter zweier Kinder ( 10+8) und Hausfrau. Bevor wir unsere Kinder hatten, war ich als Reiseverkehrskauffrau tätig. Nun möchte ich gern wieder aktiv werden und für die Zeit „wenn die Kinder groß sind“ etwas zu tun haben. Früher wollte ich immer Grundschullehrerin werden…diesen Wunsch – speziell die Arbeit mit Kindern – habe ich eigentlich immer noch. Ist dieses Studium mit 2 Kindern ( die ab 14:00 Uhr zu Hause sind) zu schaffen? „Lohnt“ sich ein Lehramtsstudium in meinem Alter noch? Habe ich – vorausgesetzt ich schaffe das 2.Staatsexamen – eine Chance auf dem Arbeitsmarkt (Berlin)? Welche Fächerkombination ist ratsam? Bitte entschuldigen Sie die vielen Fragen! Vielen Dank für Ihre Antworten und viele Grüße Sylvia

    • Hallo,
      für ein Studium auf Grundschullehramt und die Arbeit als Grundschullehrerin kann die Erfahrung mit den eigenen Kindern nicht schaden. Voraussetzung für den beruflichen Erfolg sind Durchsetzungsfähigkeit und Organisationstalent. Anforderungen im Studium: Zum Beispiel im Bereich der Mathematik der Umgang mit anderen Zahlensystemen als dem Dezimalsystem. Anforderungen im Referendariat, also zwischen dem 1. und 2. Staatsexamen: Belastungsfähigkeit. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind nach wie vor gut, in Berlin finden sie zudem eine sehr vielfältige Schullandschaft. Über die Altersgrenze zur Verbeamtung brauchen sie sich keine Gedanken machen, da in Berlin keine neuen Verbeamtungen von Lehreren vorgenommen werden.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Jochen Schneider für den AVDS

  6. Fachhochschulen sind anscheinend kein Thema für den AVDS. Warum eigentlich nicht?
    Freundliche Grüße
    Gast

    • Sehr geehrter Gast,
      es gibt von uns aus keine Hemmschwellen, aber die Nachfrage ist im Vergleich zu den Unis geringer. Für die Zukunft sehe ich da allerdings ein großes Potenzial. Die Frage ist nur, wieweit sich die FHs selbst für die Generationen 50plus öffnen. Gute Ansätze gibt es ja schon, oft auch in Verbindung mit den Unis. Wenn sie Informationen von FH-Initiativen haben, lassen sie uns das bitte wissen. Der AVDS ist offen für Unis, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen und andere. Wir pflegen auch Kontakte zu kleineren Initiativen, zum Beispiel im Bereich der Archäologie. Im aktuellen AVDS-Studienführer finden sie Informationen zur Teilnahme an archäologischen Grabungen für Laien. Das nur als Beispiel. Also lassen sie uns wissen, wo sich was bewegt! Wir sind für Projekte offen.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Jochen Schneider für den AVDS

  7. Sehr geehrter Herr Schneider, recht herzlichen dank für Ihre Antwort. Von Initiativen kann ich nicht berichten. Ich bin 50+ und studiere Wirtschaftsrecht jetzt im 4. Semester an einer Fernhochschule (HFH). Gerade eine Fachhochschulausbildung ist aufgrund der Praxisorientierung auch für altere und berufserfahrene Zeitgenossen sehr interessant. Die Fächer, die ich hier links sehe, sind ja klassische Universitätsfächer. Daher meine Urspungs-Frage nach den Fachhochschulen.
    Freundliche Grüße
    Gast

    • Sehr geehrter Gast,
      haben Sie auch Präsenzveranstaltungen oder ist das ein 100%iges Fernstudium? Ich bin kein Experte für Fernstudien, deshalb die Frage.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Jochen Schneider für den AVDS

      • Sehr geehrter Herr Schneider,
        es werden sowohl freiwillige Präsenzveranstalungen angeboten als auch – in geringerem Umfang – verpflichtende Präsenzen, z.B. sog. komplexe Übungen, in denen Fallstudien bearbeitet werden.
        Bei Klausuren, versteht sich, ist Präsenz Pflicht.
        Weitere Fragen?
        Freundliche Grüße
        Gast

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